Sonntag, 8. November 2009

Da ist wahrscheinlich kein Gott ....

... also sorg dich nicht, geniess das Leben.

So tönt es seit einer Weile von den Plakatwänden. Was für ein Schuss vor den Bug der gläubigen christlichen Bevölkerung. Ich finde, es ist richtig, das Plakat aufzuhängen, es soll die Dikussion anregen.

Warum nur haben gläubige Christen das verbohrte, vertrocknete, lebensunlustige Image? Warum müssen wir uns von Atheisten sagen lassen, wir wir das Leben geniessen sollen. Da ist doch etwas falsch!

Mein Standpunkt: ich glaube, dass Gott das Universum, die Erde un den Menschen erschaffen hat. Ich diskutiere dabei nicht um Nichtigkeiten von wegen 7 Tagen oder 6'000 Jahren. Wir sind Gottes Geschöpfe. Punkt.

Ich glaube daran, dass Gott seinen Sohn auf die Welt geschickt hat. Ich glaube, dass er mit deinem Tod und mit seiner Auferstehung die menschliche Schuld auf sich geladen und den Weg in die Ewigkeit geebnet hat. Nicht mehr, nicht weniger!


Ich habe mich lange Jahr ein der "christlichen Szene" bewegt und möchte die Zeit auf keinen Fall missen.
Nur befreit habe ich mich nicht unbedingt gefühlt. Klar galt immer Johannes 3.16 "Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe." Man ist von aller Schuld befreit. Aber dann sind bitte die 10 Gebote einzuhalten, Sex vor der Ehe kommt nicht in Frage, Rockmusik ist sowieso vom Teufel, die Bibel sei bitte täglich zwei Stunden zu lesen und, und, und (absichtlich übertrieben), um ein "guter" Christ zu sein.

Das ist Humbuck! Liebe Christen, wir sind frei! Hört auf, euch um Kleinigkeiten zu kümmern, wir sind frei. Sprecht mal Deutsch, die Sprache Kanaans ist unverständlich!
Da ist wahrscheinlich ein Gott, also sorge dich nicht, geniess das Leben

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Kommentare:

  1. Englich mal einer, der zum Thema Gott und Welterschaffung und so gleicher Meinung ist!

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  2. Als Atheist zaubert mir dein Post ein Lächeln ins Gesicht. Wohlgemerkt, ich bin Atheist, nicht Anti-Theist, und ich glaube (wie ironisch...) an die Glaubensfreiheit. Aber ich höre selten Atheisten so gegen die Christen wettern, wie die Christen gegen die Atheisten wettern. Nun ja. Auf alle Fälle finde ich BEIDE Plakate gut! Wie Voltaire dem deutschen Kaiser damals schrieb: "Ich bin nicht Eurer Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Ihr sie äussern dürft."

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  3. Eindeutig ein Fall von ACN allgemein christlicher Norm. Die wird je nach Gruppierung bis zum Gang auf die Toilette vorgeschrieben.

    Schade, dass Leute wie Du (die es ähnlich sehen wie ich) aus dem christlichen Kreisen aussteigen.

    Ich fühle mich oft sehr alleine weil ich nicht alles ungeprüft akzeptiere was Gott oder besserwissende überhebliche selbsternannte pseudochristliche Richter den ganzen Tag von sich geben.

    Es gibt gewisse Kreise welche die Opferrolle abonniert haben und das sind u.a. die bekennenden Christen. Sie sehen sich dazu berufen die christlichen Werte z.T. mit Terrormethoden zu verteidigen (Abtreibungsgegener in den USA). Darum sehen auch gewisse Menschen sich an Leib und Leben bedroht wenn in ihrer Nähe ein exotischer Kirchturm des Islams gebaut wird.

    Fromme Christen haben wohl aus einem guten Grund nicht den besten Ruf.

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  4. Klasse Slogan - spricht mich sehr an. Was verstehst Du allerdings unter Freiheit? "Freiheit finden wir in der Bindung an Gott", so sagt es Thielicke und meinte damit auch die Freiheit, die wir im Gehorsam Gottes Wort gegenüber finden. Als Christen sind wir dazu befreit, den Willen Gottes zu tun. Siehst Du das anders? Der Wille Gottes ist es m. E. tatsächlich nicht, 2 Stunden täglich in der Bibel zu lesen (habe ich allerdings auch noch nirgends gehört :-)) - aber wie nimmst Du Dir denn Zeit, auf Gott zu hören? Das ist keine rhetorische Frage, es interessiert mich wirklich! Rockmusik ist vom Teufel? Das ist also sicher nicht Mainstream-Meinung von Christen... natürlich: Exoten gibt es überall. Und das mit dem Sex vor der Ehe: was verstehst Du denn unter Treue? Und welche Rolle spielt dabei aus Deiner Sicht die Bindung zweier Menschen vor Gott. Ich merke, Du reisst da einige Fragen an, aber mit dem Schlagwort "Freiheit" - Jakobus spricht immer hin vom "Gesetz der Freiheit" und meint damit meinem Verständnis nach die 10 Gebote - abzutun, ist mir in einem so kurzen Absatz etwas zu substanzlos. Freiheit soll ja immerhin nicht dazu dienen, sie als "Deckmantel des Bösen" (1Ptr 2,16) zu missbrauchen. Das macht ja nicht alles madig, zeigt aber doch, dass es eine Gefahr gibt, Freiheit falsch zu verstehen. Also: bring mal bitte etwas mehr Fleisch an die Knochen, damit ich Kleingeist auch verstehe, woran genau Du Dich störst und wozu genau Du in Deinem Post ermutigen möchtest :-). Und noch was: Genuss gehört absolut zum Christsein dazu, das hat Paulus ja oft genug geschrieben (z. B. 1Tim 6,17).

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