Freitag, 19. März 2010

Killerspiele sind gefährlich

Vorneweg zu meinen Erfahrungen: 
es war 1993, als ich aus Langeweile ein paar Mal "Doom" gespielt habe. Für mich (und nur für mich persönlich) sind Killerspiele unnötig. Das gilt auch für Schnaps, Tabak, getunte Golfs und Leguane als Haustiere.

Das Parlament wil also Killerspiele verbieten.
 Da sitzen 246 Nasen gemütlich zusammen, zocken ein bisschen herum und beschliessen, dass dies verboten gehöre. Ernsthaft: wieviele der Verbotsbefürworter haben schon mal einem Spiel zugesehen geschweige denn gespielt und bei wievielen spielt die kranke Phantasie einen Streich?

Offensichtlich gehen unheimliche Gefahren von diesen Killerspielen aus.
Ich habe mal recherchiert, wodurch denn Menschen zu Schaden kommen. In 15 Minuten rumsurfen beim Bundesamt für Statistik habe ich keinen Hinweis gefunden, der auf die Gefährlichkeit von Computerspielen hindeutet. Demgegenüber gibt es
Quelle: Bundesamt für Statistik:; keine Gewähr auf korrekte Abschrift und Interpretation
  • 9'000 Todesfälle jährlich durch Tabakkonsum (inkl. lebensverkürzender Krankheiten)
  • 500 Todesfälle jährlich allein durch alkoholische Leberzirrhose
  • 350 Todesfälle jährlich durch Verkehrsunfälle
Die anderen Statsitken betreffend Personenschaden sprechen eine ähnliche Sprache. Killerspiele als Ursache können nicht erfasst werden. Es gibt Fälle von Amokläufern, bei denen war bekannt, das sie Killerspiele gespielt haben, zugegeben.Das war aber höchstens ein Puzzleteil in ihren kranken Gedanken, denn die Verfügbarkeit von Waffen spielten eine wesentlich grössere Rolle bei diesen Taten.Welche Verbote sind dringender und würden den grösseren Nutzen bringen als das Verbote von Killerspielen?
  • Verbot von Alkohol
  • Verbot von Tabak
  • Verbot vom Autoverkehr
  • Verbot von zucker- und fetthaltigen Esswaren
  • Verbot von Waffen, insbesondere den Aufbewahren von Sturmgewehre
  • Verbot von Parteien mit menschenverachtender Politik
Bevor sich jetzt jemand an diesen möglichen Verboten aufgeilt: nein, so lösen wir natürlich keine Probleme!

Information ist die beste Prävention!

Kommentare:

  1. Wo ist denn hier das Problem mit den Killerspielen? Die sollen wirklich mal selber spielen. Nur weil 0,000000000001 % der Gamer zu Amokläufern werden muss man die nicht gleich verbieten :(

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  2. Zudem ist die Spieleindustrie ein wichtiger, wirtschaftlicher Zweig der mit diesem Verbot beschnitten wird. DIe Schweiz wird zwar bestimmt nicht ein grosser Verlust sein, aber wir wissen ja wie das ist, mit dem Abschreiben.

    Zudem ist e-sports zu einem Trendsport geworden, der beispielsweise in Bulgarien bereits als offizielle Sportart anerkannt wurde. Man sollte sich manchmal zuerst etwas tiefer mit der Masse beschäftigen, bevor man alles in die selbe Schublade steckt. Aber wer Politiker für äusserst intelligente Menschen hält, die mit Spass bei der Arbeit sind und nicht des Geldes wegen, muss Journalist sein...

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  3. Geht es um das Verbot - oder um unsere Kinder zu schützen? Schutz JA Verbot NEIN - hat jemand eine Alternative zum Verbot NEIN. Da handelt die Politik einmal (aus meiner Sicht die richtige Richtung - aber eventuell der falsche Weg) und dann ist es auch wieder nicht gut...

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  4. @Gringo Hat man Alternativen zu einem Alkohol-Verbot, das jährlich Hunderten das Leben kostet? Individualverkehr, der jährlich Hunderten das Leben kostet? Messen wir doch bitte mit demselben Massstab und gehen die wirklichen Probleme an, bevor unsere Gesetzeswerke von Nichtigkeiten überfüllt sind.

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