Montag, 31. Mai 2010

Wenn die Armee eines Rechtsstaates...

Wenn die Armee eines Rechtsstaates 19 Menschen umbringt, um ein paar Schiffe mit Hilfgütern zu stoppen, das sich nicht etwa unmittelbar vor der Küste, sondern in internationalen Gewässern befindet, dann ist etwas gehörig schiefgegangen.

Es ist klar, ich kenne nicht alle Facts! Dieser Kommentar basiert auf einem ersten Eindruck der Nachrichten.

Israels Armee hat ja nicht gerade den Ruf, ein ungeordneter Haufen von Anfängern zu sein. Aber diese Aktion war so schlecht geplant, dass ausser rumballern offensichtlich keine Optionen offen standen. Ich kann einfach nicht glauben, wie menschenverachtend da vorgegangen wurde.

Und: Wo bitte war genau die Bedrohung? Klar dürfte es nicht im Interesse Israels liegen, wenn die Sperre des Gaza-Streifens umgangen wird. Aber es waren Hilfgüter an Bord. Jetzt liegt das Schiff in einem Hafen in Israel, da würde es mich nicht wundern, wenn auf wundersame Weise Waffen gefunden werden.

Es ist ganz klar: was Israel im Holocaust widerfahren ist, ist das schrecklichste, was einem Volk überhaupt passieren kann. Das legitimiert aber nicht dazu, mit dieser Härte vorzugehen. Ich erwarte, dass die UNO den Fall aufklärt und ein Machtwort spricht, ohne dass die üblichen Protektoren ihr Veto einlegen!

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