Sonntag, 31. Januar 2010

Ein Sonntag Mittag in der Küche

Wie verhält es sich in Aernis Küche, wenn Papa oder Mama sich an den Herd stellen? Ein möglicher Vergleich des Szenarios sei hier dargestellt. Nicht allzu ernst nehmen, bitte!

Timeline
Mann
Frau
11.00
Ankunft in der Küche. Status: versifft, Reste vom Abendeessen und Frühstück prägen die Küche.
Also gemütlich Abwaschmaschine ausräumen, Geschirr einräumen, diverse Küchenarbeiten, dazwischen Wünsche der Kinder. Daneben Maloney im Radio.
Ankunft in der Küche. Status: versifft, Reste vom Abendeessen und Frühstück prägen die Küche.
Beginn der Aufräumarbeiten. Dazwischen Telefonanruf Schwester, es wird weitergearbeitet. Dazwischen Wünsche der Kinder. Dinge veschwinden an seltsamen Orten
11:15
11:30
11:45
Küche ist noch zur Hälfte ein Schlachtfeld. Frau bemerkt, dass es jetzt eng wird. Ohne Rücksicht ans Mittagessen, es fliegen die Späne. Dank weiblichem Multitasking gelingt dies innerhalb kurzer Zeit. Leider leiden die Bohnen an akuter Überhitzung.
12:00
Küche ist grösstenteils sauber, die Erkenntnis steigt auf, dass sich das Mittagessen definitiv verspäten wird. Kinder mit Notverpflegung füttern. Kartoffeln und gefrorene Bohnen aus dem Keller holen; Kartoffen schälen, raffeln, Zwiebeln und Speck anbraten, Bohnen in Mikrowelle auftauen UND heiss machen, Bratwürste mit dem Wasserkocher blanchieren, dazwischen Rösti wenden, Tisch decken.
12:15
Essen ist fertig. Tischgebet, alle freuen sich. Die schwarzen Bohnen werden nicht erwähnt.
12:30
12:45
Essen ist fertig; Tischegebet; die Beste Ehefrau von Allen kommt heim, setzt sich zu uns zum Essen.
13:00
Pause
13.15
13:30
Pause.
13:45
Wieder in die Küche. Es stapeln sich Geschirr vom Frühstück und Mittagessen. Reste der Bohnen werden unter grossem Kraftaufwand vom Pfannenboden gelöst. Dazwischen Telefon mit der Mutter.
14:00
14:15
14:45
15:00
Nochmal in die Küche, Geschirrspüler ausräumen, Geschirr einräumen, Kaffee trinken, kleine Putzarbeiten.
15:15
15:30
Fertig. Küche blitzblank. Bald gibt's Zvieri.
Fertig. Küche blitzblank. Bald gibt's Zvieri.
Ergebnis:
Bei beiden Szenarien bekommt die Familie ihr Mittagessen. Um 15:30h ist die Küche sauber.

Art of Stripes

Es braucht:
  • Alter Computer
  • Maus
  • Tuxpaint 
  • Kinder mit Freude an Farben.


Donnerstag, 28. Januar 2010

iPad oder nicht iPad

Eins vorneweg: ich werde nicht zum Early Adopter und versuchen, eines der ersten iPads zu ergattern (wenn überhaupt). Als Familenvater gibt es Verpflichtungen, die etwas dringender sind.
Ich könnte mir aber ganz gut vorstellen, mit einem iPad glücklich zu werden. Folgende Anwendungen stelle ich mir vor:

  • Lesen: ein iPad ist um Welten komfortabler als ein iPhone. Es dürfte eine echte Alternative werden zum Buch resp. zu einem dezidierten eBook-Reader à la Kindle; ebenfalls Zeitschriften sind besser zu lesen als auf dem iPhone.
  • Familienorganisation: wir führen unsere Kalender in Google, gegenseitig freigegeben. Ähnliches ist denkbar für Aufgaben (Toodledo), Listen (Zenbe) und einiges mehr. Ein iPad wäre auch hier komfortabler zu handeln als ein iPhone resp ein Nokia E61, und wäre doch handlicher und schneller parat als der Compi.
  • Gelegenheitssurfen: kurz etwas in Wikipanion nachschlagen, etwas ergooglen, die letzten Tweets lesen geht oft parallel zum fernsehen. Möglich mit iPhone oder Netbook, mindestens so komfortable mit dem iPad.
All diese Gründe rechtfertigen es für mich nicht, ein iPad anzuschaffen.

Aaaaber! Ich habe immer noch die Vision, meine Eltern zu einem günstigen Preis in die digtiale Welt einzuführen. Bisher liebäugelte ich mit einem Netbook mit grossem Bildschirm und Ubuntu UNR oder ähnlich (Windows tue ich Ihnen sicher nicht an). Das iPad könnte für sie aber ein nocht einfachere Möglichkeit werden. Schade einfach, dass die Kamera fehlt, Skype wäre DAS Killerargument pro iPad.

Montag, 25. Januar 2010

Zattoo für iPhone

Zattoo hängt es noch nicht an die grosse Glocke. Seit einer Weile kann auf dem iPhone ferngesehen werden.

Wermutstropfen: Die 25 verfügbaren Sender können nur gesehen werden, wenn man ein HiQ-Abo gelöst hat. Einzig SFinfo ist frei verfügbar, was wenigstens einen vernünftigen Test zulässt.

(http://zattoo.com)

Es stehen 25 Sender zur Verfügung, wenn man HiQ-Abonnent ist (Fr. 7.--/Monat, Fr. 45.--/Jahr). Da man damit auch auf dem heimischenBildschirm einen Mehrwert hat, dürfte es eher als bei TV Screen lohnen.

Zattoo WebApp
Kaufpreis: gratis
Abonnement: 3.75/Monat (als Jahresabonnement)
Sender: 25


TV Screen (20 Minuten)
Kaufpreis: Fr. 6.60
Abonnement: Fr. 6.00/Monat
Sender: 10


Die Bildqualität scheint mir auf den ersten Eindruck gut zu sein. Audio tönt etwas blechern, ist aber gut verständlich. Da ich kenne TV Screen nicht kenne, kann ich es nicht vergleichen.

Ich denke, mit Zattoo macht fernsehen auf dem iPhone Spass.

Freitag, 22. Januar 2010

Social Networks: Muss ich dich siezen oder darf ich Sie duzen?

Die Antwort zuerst: duzen!

Seit ich mich im Netz bewege (seit 1996) war mir immer sofort klar, dass man Internet-Bekanntschaften duzt. Siezen kam gar nie in Frage. Ausnahme bilden natürlich geschäftliche Kontakte, insbesondere Xing. Aber auch im Geschäft gilt, dass ich sehr gerne zum Du übergehe. Das ist in der Baubranche nicht unüblich.

Die vergangene Woche habe ich ein persönliches Experiment gemacht: ich habe meine Mitwitterer per Sie angesprochen. Ich wollte sehen, ob und was sich für Reaktionen ergeben, nicht zuletzt meine selbst.

Meine eigene Reaktion: ich habe Tweets mit wesentlich mehr Bedacht geschrieben. Anders als üblich (schreiben, senden, lesen, ärgern) wurden viele Tweets geschrieben, gelesen, umformuliert, verworfen, dann nochmal von vorne. Ganz klar, dass dafür etwas Spontaneität auf der Strecke blieb.

Reaktionen der Mittwitterer: ich wurde darauf angesprochen, was ich denn zu bezwecken gedenke. Viele Partner siezten ganz natürlich zurück, eine Handvoll legte sich mir gegenüber eine richtig geschwollene Sprache zu (sehr amüsant) und einer war so ehrlich zu sagen, dass es ihm unangenehm sei.

Was hat es gebracht? Ein paarmal war es Gesprächsthema, das war gut so. Ich habe die Tweets mit mehr Bedacht geschrieben; es lohnt sich auf jeden Fall, etwas davon zu behalten, wenn nicht die Spontaneität darunter leidet.

Es hat sich längst nicht die erwünschte Dynamik eingestellt. Ich glaube heute, es spielt eine kleine Rolle, ob ich duzend oder siezend schreibe.

Siezen ist in meinen Augen ein traditionelle Ehrerbietung, um eine Distanz, einen Rangunterschied aufrecht zu erhalten. Siezen darf sofort wegfallen, wenn sich Partner auf Augenhöhe befinden. Duzen hilt sehr, Partner auf Augenhöhe zu bringen.

Eine Frage ist in meinen Augen nicht geklärt: wie verhaltet ihr Euch mit Leuten, die ihr aus geschäftlichen Gründen siezt?
Replacing Emoji...
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Sonntag, 17. Januar 2010

Das iPhone und GPS

Grundlagen
Das Global Positioning System GPS wurde ursprünglich US-amerikanischen Militär entwickelt, um Lenkflugkörper sicher ins Ziel zu weisen. Es besteht aus 24 Satelliten, die in ca. 20'000 km Höhe die Erde umrunden. Hochgenaue Atomuhren senden die Uhrzeit an einen GPS-Empfänger. Aus den Differenzen der Laufzeit der Funksignale kann die eigene Position bestimmt werden. Mit vier Satellitensignalen ist eine Positionierung möglich, je mehr Signale empfangen werden, desto besser ist das Resultat.

Das System hatte ursprünglich einen künstlichen Fehler. Die ersten Autonavis wurden aufwändig mit dem Tacho gekoppelt, es mussten Teststrecken abgefahren werden, um das Navi zu kalibrieren. Für Vermessungsanwendungen gab es Lizenzen, um den Fehler herauszurechnen. Seit 2000 gibt es den künstlichen Fehler nicht mehr.

Konkurrenz zum GPS der USA sind das russische GLONASS und in Zukunft das europäische Galileo. China baut ebenfalls ein eigenes System auf.

Als natives Koordinatensystem wird elliptische WGS84 verwendet (Form N 46° 48.48’ E 7° 28.10’) . Eine Umrechnung in das schweizerische zylindrische CH1903 Form (602’265 / 184’100) ist möglich.

Genauigkeit
Die veränderlichen Bedingungen in der Ionospähre führen zu Fehlern in den Signalen. Selbst bei guten Bedingungen sind Fehler von 5 - 15 m üblich. Es gibt Methoden, die Genauigkeiten auf ca. 1 cm zu verbessern, was im Vermessungswesen angwendet wird.

GPS-Signale werden leicht gestört. In Gebäude oder sogar neben Bäumen wird die Qualität merklich schlechter. Gute und teure Empänger zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch schwache Signale empfangen und auswerten können.

Das iPhone verwendet zusätzlich zu den GPS-Signalen die (wesentlich stärkeren) Mobilfunk-Signale zur Positionsbestimmung. Das reicht nur für eine Grobbestimmung. Bei mir daheim ist der Fehler gut 800 m.

Um ein Gespür für die Genauigkeit zu entwicklen, schlage ich folgendes vor: starte die App "Karte", lasse dich mit dem Button links unten positionieren und beobachte, wie sich deine Position verbessert. Der Ring um den blauen Punkt deutet an, mit welcher Genauigkeit du rechnen kannst. Denke daran: jede Position ist mit einem Fehler behaftet.

Eine gute Positionierung erhält man, wenn rundherum im Kegel von min. 45° die Sicht zum Himmel frei ist. Es lohnt sich, sich für eine Positionierung 1-2 Minuten Zeit zu nehmen. Ist eine exakte Position bestimmt, bleibt die Qualität auch erhalten, wenn man sich bewegt.


Must-have Apps
Nebst der App "Karten" und den vielgenannten Auto-Navis gibt es eine Reihe weitere Software, die es sich lohnt, näher betrachtet zu werden. Eine Auswahl:


Swiss Map Mobile 2009 iPhone Edition
Für CHF 4.40 erhält man eine Kartensoftware kombiniert mit dem nach wie vor besten Kartenmaterial der Schweiz. Etwas in der Kritik sind die hohen Preise des Kartenmaterials, welches nach einem frei verfügbaren Menge dazu gekauft werden muss.

Geocaching Intro
Geocaching ist eine Schnitzeljagd mit GPS-Empfängern. Nach dem Abschalten des künstlichen Fehler hat sich rasch eine weltweite sehr aktive Community gebildet. Je günstiger GPS Empfänger verfügbar sind, desto interessanter ist der Sport für viele geworden. Mit Geocaching Intro erhält man einen ersten Einblick in die Verstecke der eigenen Umgebung. Ausprobieren und staunen, wieviele es gibt. Nicht vergessen: tragt sorge zur Natur!

RunKeeper
Tue Gutes und rede darüber! Treibe Sport und rede davon! Nein, nicht nur Narzissten werden Tools wie Runkeeper toll finden. Gerade mir hilft eine kleine technische Spielerei, meinen Hintern überhaupt zu bewegen. Runkeeper zeichnet deine gelaufene Strecke auf (übrigens auch für Radfahrer), wertet diese nach Geschwindigkeit, Höhenprofil und Strecke aus und errechnet die verbrannten Kalorien. Und im Sinne von Web 2.0 kann diese der Mitwelt mitgeteilt werden.
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Mittwoch, 13. Januar 2010

GPS-Modul im TomTom-Carkit

Der Leumund hat in seinem Artikel das TomTom Carkit begutachtet. Zum GPS-Modul hat er folgendes erwähnt:
Welchen Mehrwert das integrierte GPS Modul bringt ist mir nicht ganz klar. Meistens hat man damit zwar einen guten Empfang, dennoch treten zwischendurch Aussetzer auf wo sich das TomTom System nicht mehr zurechtfindet. Da ich den direkten Vergleich mit einer anderen Halterung ohne GPS Empfänger nicht habe kann ich nicht sagen ob der Empfang im Vergleich zum integrierten Empfänger so viel besser ist.
Ich habe beruflich und auch privat seit einigen Jahren mit GPS gewerkelt, sei das mit Geocaching, wo Genaugkeiten von 5 m möglich sind, oder in der professionellen Vermessung, wo man die Genauigkeit dank Fehlerkorrektur auf 2 cm oder besser den Standort bestimmen kann.

Also habe ich mit einem einfachen Test die Qualität der Module getestet: ich habe mir meinen Heimweg aufzeichnen lassen. Ich komme dabei bei einer etwas heiklen Stelle durch, wo der GPS Empfang wegen einem steilen Hang und wegen dem Wald nur eingeschränkt möglich ist. Ihr dürft annehmen, das ich tatsächlich auf der Strasse gefahren bin.

Die Messbedingungen sind sehr ähnlich: gleiche Tageszeit, also ca. gleiche Satellitenstellung, selbe Lage des Gerätes im Auto. Aufgezeichnet wurde mit der "Swiss Map Mobile", weil die 25'000er Karten nach wie vor das beste verfügbare Material ist.


Fahrt am 13. Januar, ca. 17.15 Uhr
nur mit dem eingebauten GPS des iPhone

Im schwierigen Gelände gönnt sich das GPS grössere Ungenauigkeiten.


Fahrt am 12. Januar, ca. 17.15 Uhr
mit dem GPS der des TomTom Carkit.

Die Aufzeichnung ist wesentlich präziser als mit dem GPS-Modul des iPhones alleine.