Dienstag, 27. April 2010

Initiative Schutz vor Rasern

Heute wurde mit einer Pressekonferenz die Eidgenössische Volksinitiative "Schutz vor Rasern", kurz Raserinitiative,  lanciert.
Im Vorfeld, ohne Kenntnis der Bedingungen, habe ich befürchtet, dass die Initiative (wie leider so viele) über das Ziel hinausschiessen werde, und es gingen bereits Gerüchte um, dass einer sein Auto einstampfen muss, wenn er auf der Autobahn einmal 160 km/h fährt. Dem ist nicht so.
Der Inititaivtext scheint mir auf den ersten Blick gut abgestimmt. Nach der recht einfachen Defintion trifft es diejenigen Lenker, für die das Fahrzeug eine Waffe und kein Gebrauchgegenstand ist.
Als Raser gilt:
  • wer 70 km/h statt 30 km/h,
  • wer 100 km/h statt 50 km/h,
  • wer 140 km/h statt 80 km/h,
  • wer 200 km/h statt 120 km/h fährt,
  • wer waghalsig überholt,
  • wer an nicht bewilligten Rennen teilnimmt.
Meine Meinung: wer diese genannten Grenzen überschreitet, gehört zum Schutz von Dritten von der Strasse verbannt! Wer meint, er habe die Elemente bei diesen Tempi im Griff, hat von Physik nicht viel verstanden oder überschätzt sich gewaltig.
Für weitere Infos verweise ich auf:
Website: http://www.raserinitiative.ch
Unterschriftsbogen: http://www.raserinitiative.ch/sites/default/files/unterschriftenbogen_de.pdf

Freitag, 9. April 2010

Presseschau vom 9. April 2010

Was bewegt die Welt heute auf den Frontseiten? (Natürlich unvollständig)
Frontseite Berner Zeitung
Nur eine Spielsperre für Seydou Doumbia
extrem weltbewegend.

Frontseite 20 Minuten
Zecken-Warnung: BAG empfiehlt Impfungen
Ja klar, der typische Pendler pendelt ja durch den Wald

Frontseite Blick
Wir sind auch in der Schuldenfalle: Die ganze Schweiz disktiert den Fall Marion S.
Wie wir den Blick kennen und lieben: Problem generieren und ausschlachten

Frontseite Weltwoche
Der gefährlichste Islamist der Schweiz
Stilmässig nahe an "Völkischer Beobachter", ersetze jeweils Jude mit Muslim

Es gibt doch tatsächlich Leute, die mich für einseitig informiert halten, weil ich keine Zeitung mehr abonniert habe, sondern mich im Internet und Radio informiere. Speziell heute tragen die Printblätter einiges zur Volksverdummung bei. Kirgisen ist zu unbekannt, als dass man die Revolution dort auf der Front kommentieren möge. und die Überschwemmung in Rio hat nur ein paar arme Bewohner der Favelas getroffen.


Zeitungen, Journalisten, Printmedien: ihr habt einen wichtigen Auftrag am Leser, und normalerweise wisst ihr auch, den Auftrag zu betonen: Information! Was heute auf den Fronten steht, ist eine Mischung aus Plattitüden und Desinformation. Nehmt den Daumen aus dem Arsch und werdet eurem Auftrag gerecht!

Mittwoch, 7. April 2010

Tod - eine Selbstverständlichkeit

Soeben habe ich mir Star Trek TNG "Die Auflösung" angesehen.
Dr. Timicin, ein Wissenshaftler vom Planeten Kaelon II, arbeitet an nichts weniger als der Rettung der sterbenden Sonne. Ein Test misslingt, somit ist seine Arbeit noch nicht vollständig. Doch wird Dr. Timicin bald 60 Jahre alt, der Zeitpunkt. mit dem die Menschen auf Kaelon II Platz machen für die jüngere Generation mit einem Ritual, das sich "Auflösung" nennt. Sie sterben. Dieses Ritual hat eine 2'000-jährige Tradition und ist völlig mit der Kultur verbunden. In diesem Fall ist die Tradition wichtiger als das Know How zur Rettung der eigenen Welt. Die ganze Folge handelt von Sinn und Unsinn dieses Rituals.

So wenig, wie ich so ein Ritual je gutheissen könnte, so sehr bewundere ich die Gelassenheit, Selbstverständlichkeit, ja sogar die Freude am Fest, die die Menschen von Kaelon II dem Tod entgegen bringen.

Bei uns ist der Tod schrecklich, man schiebt ihn möglichst lange und mit allen Mitteln hinaus. Er ist immer negativ behaftet, im besten Fall die Erlösung von schrecklichen Leiden. Langsam lernt die Medizin, leidende Menschen nicht mehr zu heilen, sondern deren Leiden zu lindern und so den Tod zu erleichtern.

Warum ist der Tod so negativ? Wieso wird er so gefürchtet? Warum trauern wir Menschen auf die Art, wie wir trauern? Wieso fällt es uns so schwer, über den Tod überhaupt zu sprechen? Warum akzeptieren wir den Tod nicht als Selbstverständlichkeit wie eine Geburt, wie Essen, wie Sex, wie alles, was unser Leben ausmacht?