Montag, 30. August 2010

CD-Review: Tanja Dankner - Somewhere

Vor einer Weile haben Tanja Dankner und ich den Deal gemacht, signierte CD gegen Review im Blog - Here it is!

Wie kommt's? Tanja nutzt neue Medien leidenschaftlich. Schon 2005 hat sie einen Podcast "Swisspodcast" produziert, wo man Einblicke in ihr Musiker-Dasein erhielt. Während der Enstehung des Albums gab es sporadisch "Arbeitsgucklöcher" via Youtube und Twitter. Jetzt, wo der Launch der CD ansteht, ist sie vermehrt zu lesen. Sie nutzt dabei Twitter nicht nur als Linkschleuder, sondern sucht den Dialog. So soll es sein!

Die CD "Somewhere": um die Qualität der Scheibe zu erfassen, reicht einmal hören nicht. Beim ersten Mal vermisst man einen eingängigen Hit wie "Will I ever" (CD "Dankner" von 2001), oder den knallenden Funk von "Superwoman" (Film "Handyman" von Marco Rima).
Doch je mehr man die CD hört, desto besser wird es. Die Songs sind irrsinnig gut, richtig solides gekonntes Handwerk. Die Kompositionen und Arrangements sind ausgefeilt, die Musiker verstehen ihre Kunst. "Gut Ding will Weile haben" merkt man sehr gut, die CD ist in 18 Monaten entstanden. Die Qualität ist um Welten anders als die Casting-Show-CD, die innerhalb von wenigen Tagen aus dem Boden gestampft werden. Mit jedem Mal hört man neue Finessen, es wird nicht langweilig, im Gegenteil, die Stücke werden spannender. Wie ein reifer Wein, der am besten schmeckt, wenn er eine Weile im Gaumen verweilt.

Meine liebsten Songs:
  • Das Duett "Best friend" mit Roachford ist Rhythm&Blues mit Melodie und so emotional, wie es Duetts halt sind. Freund, setz dich hin, sprich mit mir, ich brauche deine Meinung!
  • "Somewhere" ist der Hit, der Ohrwurm, der mir rasch einige Stunden im Kopf hängen blieb.
  • "Indian Story" die wunderschön traurige Ballade eines indischen Mädchens in Armut, dass davon träumt, als Fee die Kinder zu umarmen.
  • "Playing myself" mag ich, weil die Strophen rhytmisch sehr anspruchsvoll funkig sind.
  • "Sailor" widerspiegelt das rauhe Meer und ist der rockige Part der CD

Zusammengefasst: für ein Debutalbum ein sehr reifes Werk. Richtig gute Musik!

Mittwoch, 25. August 2010

Recht auf Volksinitiative

Was für ein Aufschrei, als vor ein paar Tagen bekannt wurde, dass bald eine Unterschriftensammlung zur Wiedereinführung der Todesstrafe gestartet würde. Ich konnte es auch nicht verkneifen, hier und da ein paar spitze Kommentare loszuwerden. 

Heute, unmittelbar nach offizieller Veröffentlichung, wurde die Initiative zurück gezogen. Meine Vermutung: Mitglieder des Initiativkomitees sind bekanntlich direkt durch einen üblen Mordfall betroffen. Mit der Initiative wollten sie die Öffentlichkeit gehörig aufschrecken. Die Kosten für die gesamte Unterschriftensammlung wollte dann doch niemand übernehmen (Schätzungen sagen, dass eine Unterschrift 1-2 Franken kostet). Lassen wir es dabei bewenden, wir sind gehörig erschrocken und machen uns Gedanken, was ja nicht das Dümmste ist.

Wichtiger als die Frage Todesstrafe ja/nein scheint mir die Frage, welche Initiativen überhaupt gestartet werden dürfen. Heute ist es so. dass eine Initiative kein zwingendes Völkerrecht verletzen darf, das bedeutet zum Beispiel, mit keiner Volkinitiative dürfte die Eroberung Liechtensteins erwirkt werden.Es gibt weitere Themen wie zum Beispiel die Minarettinitiative, da wird es schon schwieriger zu entscheiden.

Meine Meinung: wir Schweizer sind ja nicht generell dumm! Dass die Minarettinitiative angenommen wurde, tut mir nach wie vor tief im Herzen weh, aber noch glaube ich, dass es wichtiger ist, dass wir unsere Meinung sagen dürfen, als dass alle die richtige Meinung haben. Das ist Basisdemokratie!

Erklärt man Initiativen generell für ungültig, wenn sie gegen internationales Recht verstossen? Diese Frage lasse ich offen.
"Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen."
Voltaire

Donnerstag, 19. August 2010

Orange scheitert an einem einfachen Backup


Ich bin seit September 1999 Kunde bei Orange, also seit Orange in der Schweiz vertreten ist. Im Moment würde ich mir wünschen, so schnell wie möglich weg zu rennen.

Ich hatte ich defintiv vor, den Anbieter zu wechseln. Dort, wo ich mich bewege, habe ich kaum 3G-Empfang, und da Orange als einziger Schweizer keine Edge-Technik führt, bin ich datentechnisch oft in Slow-Motion unterwegs. Ich hatte ein neues Gerät und einen neuen Vertrag bereits in den Händen, als mir klar gemacht wurde, dass der Wechsel nicht ganz so einfach funktioniert. Ich hatte den laufenden Vertrag nicht gekündigt, aber auch keines der Vertragsverlängerungsangebote angenommen. So wurde der Vertrag stillschweigend einseitig um ein Jahr verlängert, kündbar mit einer hohen Busse. Das war mein Fehler, weil ich mich schlecht informiert habe, und diese Halunkerei ist offensichtlich branchenüblich.

Roger Federer vs. Wilhelm Tell


Dä Gieu het's äbe scho im Griff.