Freitag, 31. Dezember 2010

Ein gutes Neues Jahr

Lebe lang und erfolgreich!


Montag, 27. Dezember 2010

Kommentar "Arbeitsgruppe Christen und Energie"

Die "Arbeitsgruppe Christen und Energie" (kurz ACE) hat sich die Verknüpfung Energie und Ethik auf die Fahne geschrieben. Energiegewinnung ist mit Risiken behaftet. "Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" ist ein entscheidender Leitsatz.

Nach kurzem Studium fällt mir auf, dass sich die ACE darauf beschränkt, die Kernenergie zu verteidigen. In drei von zehn Thesen wird Kernenergie namentlich genannt! Alternative Energieformen werden erwähnt, aber verniedlicht. Die ganze Plattform dient dazu, Vorteile und Unbedenklichkeit der Kernenergie zu nennen. Ein paar Schwierigkeiten werden zwar dargelegt, aber in der Beurteilung als "technisch gelöst" eingestuft.

Dies, meine Herren (Anm.: der Vorstand besteht nur aus Männern), ist nicht neutral, nicht konfessionell und schon gar nicht politisch! Es beschleicht mich das Gefühl, dass die ACE im Auftrag von Energiekonzernen handelt. Das Attribut "christlich" scheint eingestreut, denn Christen neigen dazu, Meinungen von Mitchristen unkritisch zu übernehmen. Sie bieten keine ethische Auseinandersetzung mit Energie, sondern versuchen, Kernenergie christlich "reinzuwaschen".

Ihr Aussagen in "Kernsätze 2009 - "Warum es eine baldige AKW- Volksabstimmung braucht"
  • dass AKWs hierzulande sicher betrieben werden
  • dass die Entsorgung der nuklearen Abfälle als technisch gelöst betrachtet werden kann.
zweifle ich grundsätzlich an.

Meine bescheidene Meinung:
  • Die Gewinnung und Aufbbreitung von Brennmaterial ist mit menschlichem Leid und Umweltzerstörung verbunden, auch für unsere Kraftwerke. (Berner Zeitung 20.12.2010) "... Das heisse, dass Uran aus fragwürdigen Quellen stammen könnte". Dies halte ich für das kleinste und einzig lösbare Problem
  • Die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen mit einer Halbwertszeit von mehr als 30'000 Jahren ist bislang ein ungelöstes Problem. Es gibt keine Endlager bisher! Die Vorstellung, ein für mehrere 100'000 Jahre sicheres Endlager zu erschaffen, ist schlichtwegs eine menschliche Selbstüberschätzung.
  • Gefahren: der Unfall von Tschernobyl ist bald 25 Jahre her. Über Ursache und Folgen gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass nur mit immensem Aufwand  eine noch grössere Katastrophe von kontinentalem Ausmass verhindert wurde. Die Sicherheitstechnik hierzulande ist wesentlich besser; die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist enorm klein, aber möglich. Das schwächste und zugleich stärkste Glied ist der Mensch, Unfälle können passieren, aus Unachtsamkeit oder aus Vorsatz.
Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ist in der Kernenergie nur schwer zu erkennen.
    Die These "Nukleare (kernphysikalische) Energie aus dem Innern der Sonne ermöglichte die Entstehung und die Entwicklung der Organismen auf der Erde bis hin zum Menschen" ist richtig, aber fehl am Platz. Gott hat die Sonne und die kernphysikalischen Vorgänge im Griff. Wir auf der Erde haben die Kernenergie nicht im Griff!

    Samstag, 25. Dezember 2010

    1. Schweizer Twittersong: When All Tweeps Tweet

    Es war mir ein grosser Spass und Ehre, bei diesem Projekt mitzumachen! Mehr gibt es nicht zu sagen. Merci an @sebinomics für's tätschmeistern und @dworni für's drumherum!



    Download als MP3

    when all tweeps tweet
    by sebastiano mereu


    i tweet yin, you retweet yang
    @myname big, i DM bang
    you're the :P to my 2.0
    i'm the millionth subscriber to your show
    show me the My to yourSpace
    throw me a sheep in my face(book)-mark my tweet
    there's nowhere else we would rather meet


    bits and bytes are the highest heights
    in a digitized world ruled by a bird
    that leads with feeds and retweets tweets
    TV is obsolete,.. when all tweeps tweet


    @yourname is what i write
    when i want you here by my side
    i confide myself to a bird
    it ain't absurd, i'm not a nerd
    140 signs can shake 300 giants
    a tinyurl will link me to you
    i will prove that my tweet is true

    Freitag, 24. Dezember 2010

    Fröhliche Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr!

    Es ist gesagt, was gesagt werden soll.
    Es ist getan, was getan werden soll.

    Kommen wir diese Tag etwas zur Ruhe und machen eine Verschnaufpause.
    Quality-Time. Work-Life-Balance. Entschleunigung. Nenne es, wie du willst!

    Und nicht vergessen: Happy Birthday, Jesus Christ!

    Mittwoch, 22. Dezember 2010

    Ungarn, Fidesz und die Schweiz

    Darf man die SVP als konservativ bezeichnen?
    Das darf man auf jeden Fall, ohne es weiter zu kommentieren.

    Darf man die SVP als national orientiert bezeichnen?
    Zur Abgrenzung: die SVP ist nicht die PNOS und nicht die SD!
    Doch mit ihrem Kampf gegen alles, was nicht seit Urzeiten zur Schweiz gehört, mit ihrem Slogan "Schweizer wählen SVP" setzen sie doch sehr auf nationale Werte.

    Ich lehne mich aus dem Fenster und nenne die SVP nationalkonservativ. Mit diesem Ausdruck ist der Link geschlagen zur ungarischen Fidesz-Partei um Ministerpräsident Viktor Orbán.

    Orbán und Fidesz wollen dem Land eine neue nationale Identität zurückgeben. Fidesz hat seit den Wahlen letzten April eine Zweidrittelsmehrheit im Parlamant. Nun gefällt es Herrn Orbán an der Macht. Mit einer solchen Mehrheit kann er quasi machen, was er will. So wird ab Januar die Pressefreiheit stark eingeschränkt, denn es muss mit Bussen rechnen, wer Beiträge veröffentlicht, die dem Land schaden. Willkür ist vorprogrammiert! Als das Verfassungsgericht gegen einen Entscheid protestierte, wurde es mit parlamentarischer Mehrheit kurzerhand als "nicht zuständig" ausgehebelt.

    Dies sind die gröbsten Beispiele, wie eine Demokratie, die auf den vier Säulen Gesetzgebung, Regierung, Gerichte und Medien basieren sollte, ausgehebelt wird. Wer dies nach nur acht Monaten an der Macht zustande bringt, hat noch ein paar Trümpfe mehr im Ärmel.

    Kummer bereiten mir die oben angetönten Ähnlichkeiten mit der SVP. Beide sind in den letzten Jahren stark nach rechts gerückt. Sollte diese eines Tages wirklich die Mehrheit im Parlament haben, mit einer charismatischen Führerfigur wie Christoph Blocher, dann kann ich mir ein paar Szenarien vorstellen, wie mit Angstmacherei und ein paar markigen Initiativen die Pressefreiheit und die Gerichtsbarkeit ebenso ausgehebelt und übergangen wird, wie es zur Zeit mit den Völkerrechten und Artikel 8 der Bundesverfassung geschieht.

    Beobachten wir genau, was in Ungarn geschieht!
    Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras.
    „Wehre den Anfängen! Zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.“
    Ovid, römischer Dichter, bürgerlich Publius Ovidius Naso

    Quellen:
    Berner Zeitung 20.12.2010: «Ungarns Regierung schafft die Demokratie ab»
    Neues Deutschland, 01.11.2010: König Orbán schleift die Demokratie
    Wikipedia-Artikel zu Viktor Orbán und Fidesz – Ungarischer Bürgerbund
    Homepage Fidesz und SVP 

    Donnerstag, 16. Dezember 2010

    Etwas über Weihnachten: Weihnachts-Revoluzzer

    Schweizer Twitterer kennen das: es ist wieder #TwichtelnCH Zeit. Mein unbekannter Twichtel hat mir heute ein Youtube-Video gesendet.

    Es ist eine kleine Abrechnung mit der Konsumgesellschaft und Gedankenstütze an den Ursprung. Ich finde den Inhalt mehr als nur einen Gedanken wert. Und geteilte Freude sei bekanntlich doppelte Freude. http://weihnachtsrevoluzzer.ch




    Montag, 13. Dezember 2010

    "Jede Rappe zellt" und die Twitterer

    Leumund hat bekannt gegeben:
    Für jeden neuen Twitter-Follower und jeden neuen Facebook Fan den ich von heute bis nächsten Freitag, 17.12.2010 um 20 Uhr mehr habe spende ich jeweils einen Franken* an Jeder Rappen zählt.
    Tolle Idee! Nun gibt es einen Haufen Leute, welche mit dem blutten Zeigefinger auf Leu zeigen, das sei nur eine Promo-Aktion, wo er selber am meisten profitieren würde.

    Ja, und?

    Leute, die ihr so gescheit seid und Leus Aktion verurteilt, was tut ihr denn Gutes? Nein, sagt es nicht, der edle Spender will ja ungenannt bleiben.

    Was interessiert es JRZ, was interessiert es die Kinder im Krieg, ob Leu wirklich aus total uneigennützigen Antrieb gespendet hat? Ist es nicht so, dass keiner wie er JRZ in Twitter zum Thema macht (ok, wieder mit Hilfe von euch Motzern) und in diesem Sog den einen oder anderen Franken in die JRZ-Kasse spült? Wie zum Beispiel die Spontan-Aktion von @tocaya am Sonntag Abend.

    Donnerstag, 9. Dezember 2010

    Adventskalender



    Ich distanziere mich in aller Form von der Verherrlichung von Alkohol, ich mag selber Bier gar nicht so gern. Aber die Idee ist witzig.

    Dienstag, 7. Dezember 2010

    Resumé des Media Center Days

    Eine Vielfalt von Fernbedienungen
    Letzten verschneiten Sonntag weilten ein paar Geeks in der Wohnstube von Martin @pokipsie Rechsteiner, der uns eine Reihe verschiedener Media Center vorgestellt hat:
    • Logitech Revue mit Google TV
    • Boxee Box
    • Popcorn Hour NMT C-200
    • Apple Mac mini
    • Apple TV
    Mein persönliches Resumée: Sowohl Google TV wie auch die Boxee Box glänzen mit einer Fülle von Möglichkeiten, die leider vielfach noch schlummern. TV-Stationen sperren sich mit allen Mitteln gegen den Ausverkauf ihrer Pfründen. Ich denke, dass Google TV als "Grossmacht" eher als Boxee das nötige Gewicht mitbringt, um Bewegung in die Medienlandschaft zu bringen.
    Leider merkt man nur zu gut, dass die Produkte schnell auf dem Markt mussten, es gibt noch unzählige Baustellen in der Software. Beide Produkte (wie auch das Popcorn-Teil) haben enormes Potential, das Leben im Wohnzimmer nachhaltig zu verändern.

    Apple TV verfolgt einen etwas anderen Weg. Das Angebot ist vergleichsweise karg, es können Musik und Filme aus dem lokalen Netzwerk (vorzugsweise iTunes) abgespielt und lokale Fotos (vorzugsweise iPhoto) gezeigt werden. Weitere Angebote sind Youtube (wie bei allen gesehenen Centern) und Flickr sowie natürlich das Media-Angebot aus dem iTunes-Store (vor allem Kauf und Miete von Filmen). That's it (Irrtum vorbehalten)! Dafür erscheint es im Gegensatz zu Boxee und Google TV sehr übersichtlich und ausgereift. Apple TV macht vor allem dort Sinn und Spass, wo es in eine vorhandene Apple/iTunes-Infrastruktur eingebunden werden kann.

    Montag, 6. Dezember 2010

    Mit dem iPad in die Digitale Welt einsteigen Teil 1

    Meine Eltern haben sich bisher erfolgreich gegen Computer, WWW und sonstiges digitales Zeug gewehrt, mit Ausnahme vom Mobiltelefon. Die Schwelle für einen Einstieg wird ja mit den Jahren nicht geringer. Meine persönliche Hoffnung war schon lange, dass ein Computer so einfach zu bedienen sei wie ein Handy. Und dann kam

    Das iPad

    Vor einer Weile habe ich ein iPad gekauft mit dem Gedanken, das für meine Eltern bereit zu machen. Klar habe ich es in dieser Zeit "für meine Zwecke" benutzt, und gopf, es fällt mir nicht leicht, es abzugeben, das Ding ist toll zum surfen. Doch seit Samstag ist es in den richtigen Händen.

    Konfiguration:
    Internet: Natürlich wird das iPad mit dem Internet verbunden, und zwar mit dem gratis erhältlichen Hispeed 300 von Cablecom. Es ist erst 6-7 Jahre her, dass wir nur 256 kbps-Internet hatten und das ging auch. Eine 3G-Verbindung wäre vom Handling her natürlich besser und unabhängiger, aber das bezahlt man dann auch.
    Email/Kalender/Kontakte: Ich habe einen Gmail-Account eingerichtet, mit einer Exchange-Anbindung (http://m.google.com/sync). So sind ihre Daten sicher in der Wolke eingebettet und ich kann ihnen von fern auch mal das Adressbuch pflegen. Kalender werden wir zum Teil teilen, was unter Umständen Sinn macht, weil sie regelmässig unsere Kinder betreuen.
    Airplay: mit der iPod App wird die Musik auf die Stereoanlage gestreamt. Das rechtfertig die paar Franken extra für den Apple Airport Express
    Apps: vorerst werden die Apps knapp gehalten:
    Daneben kommen auf der zweiten Seite ein paar Apps mit Radios,  Rezepten, Zeitschriften. Auf einer dritten Seite sind ein paar Spiele, ebenfalls zum entdecken.

    Die ersten Schritte sind verhalten, aber sehr interessiert. Wir haben bereits die ersten Emails erhalten. Nach einer Weile werde ich an dieser Stelle einen ausführlichen Erfahrungsbericht erscheinen lassen.

      Mittwoch, 1. Dezember 2010

      Diplomatie und Wikileaks

      Wikileaks hat es geschafft, die Weltdiplomatie mal schnell ziemlich auf den Kopf zu kehren.

      Diplomatie ist die Kunst und Praxis im Führen von Verhandlungen zwischen bevollmächtigten Repräsentanten verschiedener Gruppen oder Nationen. Das Wort wird verwendet für die Beziehungen unter Nationen an sich wie auch als Ausdruck eines geschickten vorsichtigen Umgangs mit Mitmenschen.

      Diplomatie zeichnet sich aus durch:
      • Freundliches und wohlwollendes Auftreten
      • Vernetzung von verschiedenen Gesprächspartnern
      • Beobachten des Gesprächspartner und Erkennen von Stärken und Schwächen
      Aber auch
      • Gezielt Informationen streuen oder vorenthalten
      • Schmieden von Pakten zum Nachteil Dritter
      • Intrigen wie in jedem Kindergarten auch.

      Zugegeben, einige Infos, die jetzt geleakt wurden, sind etwas heikel. Generell dürfte s aber ein Gewinn sein, wenn jeder vom anderen die ehrliche Einschätzung weiss. Man macht reinen Tisch und beginnt die Diplomatie auf Feld eins, alle auf Augenhöhe. Könnte mittelfristig einen guten Effekt in der Weltdiplomatie hinterlassen. Nicht ausschliesslich, ganz klar, einige fühlen sich ans Bein bepinkelt.

      Noch etwas: GENAU JETZT wird Julian Assange eine Vergewaltigung vorgeworfen? Wie offensichtlich ist denn dieser Schachzug?