Freitag, 21. Januar 2011

Schlägerei am Albisgüetli

Eines vorweg: man kann als Linker ans Albisgüetli gehen und dort seine Meinung respektive sein Missfallen vertreten. Eine Demonstration ist legitim. Immer!
Aber: Prügeln geht gar nicht! Jeder einigermassen intelligenter Bürger braucht seine Fäuste nie als Argument! Nicht einmal als Drohung. Mit einer solchen Aktion disqualifiziert er sich selber.

Nationalrat Hans Fehr wurde auf dem Weg zur Albisgüetli-Tagung der SVP von Linksautonomen tätlich angegriffen. Seine spontane Reaktion darauf: «Sie haben mich zu Boden gerissen und auf mich eingeschlagen. Hätte ich ein Waffe dabei gehabt – ich hätte keine Sekunde gezögert.» (Zitat aus Berner Zeitung).

Ganz klar: Herr Fehr war einigen Ängsten ausgesetzt. Und zwischen einer solchen Androhung UND der tatsächlichen Tat liegen riesige Schwellen, die überschritten werden müssen. Trotzdem: genau dieser Politiker einer Partei, die darauf pocht, dass dem Schweizer Bürger eine Feuerwaffe anzuvertrauen sei, lässt als spontane Reaktion ein solches Zitat über die Lippen. Kitzelt man den Teufel, zeigt er sein wahres Gesicht.

Mit Nachdruck: die Waffeninitiative ist anzunehmen! Die meisten Schweizer Bürger sind vertrauenswürdig. Zuviele sind es nicht!

Kommentare:

  1. Wie wärs, wenn man hier Open-ID-Login kommentieren könnte?

    Linke können Andersdenkende auch ohne Armeewaffen zusammenschlagen wie der Vorfall mit Hans Fehr gezeigt hat. Fazit: Die Waffenschutz-Initiative macht die Welt nicht wirklich sicherer.

    Im übrigen ist Selbstverteidigung zum Schutz von Leib und Leben zulässig und erlaubt.

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  2. Ich bin froh, braucht man für einen Waffentragschein einige Triftige gründe UND Ausbildung an der erwähnten.

    Das Herr Fehr gerade jetzt dieses Zitat fallen lässt führe ich irgendwie auf einen übereifrigen Journalisten zurück.

    Eine angenommene Waffeninitiative verhindert aber weder Molotows, Ziegelsteine, Brandsätze, Schläger und tritte mit den Doc Martens.

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  3. @dailytalk: man kann schon lange per OpenID-Login kommentieren: unter dem Kommentarfeld steht jeweils "Kommentar schreiben als" gefolgt von einer Auswahlliste.

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  4. Von der Fehr-Äusserung, was er gemacht hätte, wenn er eine Waffe gehabt hätte (er hatte auch gesagt, er hoffe, dass er dann zuerst in die Luft geschossen hätte...) mag man halten, was man will.

    Geschickt ist sie aus politischer Sicht für den Politiker Fehr ganz sicher nicht.

    Die einzigen, die sich noch ungeschickter verhalten haben, waren SRG-Politologe Mark Balsiger, der Fehr unterstellte, er habe sich absichtlich in Lebensgefahr begeben und der Polizeikommandant Hotzenköcherle, der lästerte, es wäre von Fehr ja sehr mutig gewesen, zu Fuß zum Albisgüetli zu laufen. Selbst der Tagi schrieb dazu "zynischer geht es ja wohl kaum".

    http://schweizblog.ch/?p=2331

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