Freitag, 28. Oktober 2011

MyJourney - Gewässer


In meiner damaligen Bewerbung für MyJourney habe ich ja erwähnt, dass wegen der hohen Bevölkerungsdichte die Entsorgung von häuslichen Abwässern ein Thema sein kann. Ich habe sehr schnell festgestellt, dass häusliche Abwässer längst nicht die erste Priorität hat.

Bei den Fahrten durch das Land fällt sehr schnell eines auf: es wimmelt nur so von Wasserläufen, Tümpeln, kleinen Seen, im Süden bei Dhaka die grossen Flüsse. Der Boden scheint ziemlich überall siltig und somit wenig durchlässig, dass die Tümpel lange, wenn nicht ständig bestehen bleiben.

Ausserhalb der grossen Städte scheinen diese Wasserstellen recht natürlich. Klar gibt es bereits auf den ersten Blick grosse Unterschiede, doch generell sieht man den Gewässer rasch an, dass sie leben. Fast immer wächst am Rande der Tümpel Gras, in vielen davon sieht man die Fische nach Insekten springen. Der natürliche Lauf des Wasser scheint zu funktionieren. In vielen dieser flachen Tümpeln wird Reis gezogen, dem Hauptnahrungsmittel der Bangladescher.

Klar, ein paar haarsträubende Beispiele gab es auch zu sehen. Oft hat es Wassergräben am Strassenrand, in denen sich viel Abfall sammelt. Wenn diese Gräben direkt ins nächste Reisfeld führen, ist es schon nicht mehr so appetitlich.

Probleme mit den Gewässern gibt es dort, wo sich Industrie angesiedelt hat. Gerade in Dhaka ist das sehr spürbar. Zwar hat die Regierung Gesetze ausgeschafft, dass industrielle Abwässer nicht so in die Gewässer geleitet werden dürfen, doch fehlen Mittel und der Wille, diese umzusetzen. Es hat übrigens recht namhafte Industriebetriebe darunter.

In weniger entwickelten Gebieten scheinen die Gewässer trotz der schieren Menschenmasse wesentlich gesünder zu sein. Sollte es  in den nächsten Jahren zu einer Entwicklung kommen, was durchaus wünschenswert wäre, wird der Gewässerschutz eine wichtige Rolle spielen müssen. Das Beispiel ist bekannt: kann sich plötzlich eine breite Masse eine Waschmaschine leisten, muss dazu die Energie bereitgetellt werden. Dieser Gedanke weitergesponnen, gilt dasselbe auch für die Versorgung mit Wasser wie mit der Entsorgung der Abwässer.
 

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