Freitag, 28. Oktober 2011

MyJourney - Jalchatra/Subokchona, Entwicklungsprogramm Landwirtschaft

Es bleibt ereignisreich! Endlich, endlich hat unser Filmteam das Einreisevisum bekommen und kommt heute Dienstag an. Darum haben wir gestern rasch unser Programm umgestellt, Hotel in Mymensingh ausgecheckt und (entgegen den eigentlichen Richtlinien von WorldVision) bei Dunkelheit etwa eineinhalb Stunden nach Jalchatra gefahren. Dort wurden wir wie gewohnt und doch so ungewohnt herzlich und aufwändig begrüsst. Es wurde uns eine kulturelle Show gezeigt, mit Tanz und Gesang, mit Kindern und Jugendlichen, die sich gewaschen hat. Ich werde sicher noch etwas darüber posten.
Jalchatra ist eine ländliche Gegend, entsprechend ruhig war die Nacht im Gasthaus.


Heute Dienstag war der Besuch einer Landwirtschaftsschule in Subokchona auf dem Programm. Es werden Leute ausgebildet im Anbau von Gemüse, und unter anderem werden auch Versuchsprojekte auf dem Gelände unternommen. Ein Pilotprojekt ist der Anbau von Sommertomaten, die hier ausserhalb der eigentlichen Gemüsesaison geerntet werden. Ausserhalb der Saison bedeutet, dass sie auf dem Markt zu wesentlich besseren Preisen verkauft werden können, etwa 80 Taka (1 CHF) statt einem Zehntel davon für saisonales Gemüse. Dies geschieht zum grossen Teil in Zusammenarbeit mit der staatlichen Universität.

Solches kann das Leben auf dem Land wesentlich erleichtern, die Selbständigkeit fördern und die Abwanderung in die Städte vermindern.

Ein weiteres Programm in Subokchona ist die Fischzucht in einem Tümpel. Besagter Tümpel ist zwar etwas veralgt und trüb grün, aber gesund, wie anhand der natürlich hier lebenden Frösche zu erkennen ist. WorldVision stellt für dieses Programm die Fingerlinge (frisch geschlüpfte Fische) zur Aufzuchtzur Verfügung.

Die Aufgabe von WorldVision Bangladesch in Subokchona ist zwar auch das vermittlen und finanzieren von Kühen (hier wieder die Red CitagonCattle), Schweinen, Saatgut und so weiter, aber viel mehr noch das KnowHow, Schulung der Ausbildner, Initiative von Pilotprojekten wie die Tomaten oder aufgepfropfte Mangobäume. WorldVision hat wie bei jedem Entwicklungsprojekt das Ziel, sich nach etwa 15 Jahre zurückzuziehen und eigenen Ressourcen an einem neuen Ort zu nutzen. So soll die Lamdwirtschaftsschule in einigen Jahren selbstständig funktionieren können.

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