Freitag, 28. Oktober 2011

MyJourney - Wasser als Lebensgrundlage

Leider, leider wurde unser Explorer-Team heute empfindlich dezimiert. Sandy, Roshi und David haben sich heute früh auf den Heimweg gemacht. Ich bleibe noch zwei Tage und schaue dem Wirken von WorldVision noch zwei Tage zu.

Thema heute: Wasser und Hygiene.

Wasser ist unsere Lebensgrundlage, sauberes Wasser und der Umgang damit ist eine Frage der Lebensqualität. Die Leute des Quartiers, das wir besucht haben, hatten früher ihr gesamtes Wasser aus dem nahen Fluss geholt. Wegen verschiedenen Einflüssen, darunter die Schwerindustrie, ist das Wasse heute stark verschmutzt. Es hat eine dunkelgraue Trübung, der Sandboden am Ufer riecht fremd. Es wird zwar im Fluss gebadet, aber man hat sich Regeln aufgestellt, dass kleine Kinder nicht darin baden oder zumindest nie mit Kopf unter Wasser gehen. 

Jetzt gibt es ein zweites Problem: in den höheren Bodenschichten gibt es natürliches Arsen, welches das Grundwasser belastet. So sind die herkömmlichen Brunnen, welche das Wasser aus ein, zwei Meter holen, nur eine ungenügende Verbesserung.

WorldVision hat hier Brunnen gebaut, welche das Wasser aus 10 bis 15 Meter Tiefe holen. Das Wasser wird mit einer elektrischen Pumpe geschöpft. Es entstand ein kleines Quartierzentrum, wo etwa zweimal pro Tag die Wasservorräter der Familien in Alutöpfen aufgefüllt werden.
Sauberes Wasser ist eine Sache, der saubere Umgang damit eine andere. Zusammen mit dem Brunnen wurde hier das Programm WASH lanciert, das die Leute den sauberen Umgang mit Wasser und mit sanitarischen Einrichtungen zeigt. Sie kennen den Zusammenhang zwischen Hygiene und Krankheiten repektive Gesundheit. Sie können Durchfallerkrankungen selber behandeln, ohne grad zum Arzt zu gehen.

Sweetie, ein etwa sechsjähriges Mädchen, hat mir gezeigt, was es gelernt hat, dass man vor der Toilette die Sandalen wechselt, das man sich nach der Toilette die Hände mit Seife wäscht und die Füsse spült. Sie hat mir auch gezeigt, wie man sich ein Glas sauberes Wasser bereitstellt und trinkt. Sehr gerne habe ich auch ein Glas Wasser getrunken (trotz aller Warnungen, ja nur ungeöffnete Wasserflaschen anzunehmen). So wie hier Hygiene gelebt wird, habe ich volles Vertrauen.

Hätten wir Schweizer alle dieses Verständnis, würden unsere Autobahntoiletten ganz anders aussehen.

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