Donnerstag, 24. Februar 2011

Mit Ursula Wyss das SVP-Hardliner-Duo stoppen

Zehn Gründe, warum dich die Geschichte vergessen wird


  1. Dein Wissen als Serienjunkie oder als Ganztags-XBox-Player sind nicht geschichtsträchtig
  2. Die Annalen der Geschichte werden sich nicht an scharfe Blog-Kommentare oder clevere Twitter-Hashtags erinnern.
  3. Geschichte wird nicht von Leuten geschrieben, die einfach mal "Mayor of Rössli Madiswil" wurden.
  4. Die Chancen sind klein, die Welt zu verändern, wenn man währen dem Fahrens SMS schreibt.
  5. Deine Chancen, Staatspräsident zu werden, wurden in dem Moment vernichtet, als du diese Fotos zu Facebook geladen hast.
  6. Die Geschichte wird sich an Apple und Google erinnern, aber sie wird sich nicht an die Diskussionen iOS gegen Android erinnern.
  7. Weder war Windows 7 deine Idee noch wird Windows 7 je einen Platz in der Geschichte bekommen.
  8. Die einzigen Menschen, die durch deine Farmville-Kornfelder ernährt werden, sind die Angestellten von Zynga.
  9. Deine Freunde, die du ständig ignorierst, während du deine Geräte abcheckst, werden dich nie als Inspiration für ihre geschichtsträchtigen Erfolge nennen.
  10. Du wirst wegen der Oberflächlichkeit der Sozialen Netzwerke und Technischen Communities so abgestumpft, dass du in die Wälder ziehst und dort in friedlicher, bequemer Dunkelheit lebst.
Und da Plagiate dieser Tage etwas verpöhnt sind, nenne ich meine Quelle: joyoftec.com

Mittwoch, 16. Februar 2011

FDP Liberale und BDP tun sich schwer mit der Ständeratswahl

Liebe FDP, liebe BDP, ich möchte euch bitten, den Kopf Richtung Ungarn zu wenden. Natürlich ist bekannt, dass die Fidesz mit absoluter Mehrheit im Parlament schalten und walten kann, wie sie will. Die Fidesz hat sich aus der liberalen Partei, als die sie 1988 gegründet wurde, zur rechtspopulistischen Kraft gewandelt, die mal so kurz die Rentenversicherung verstaatlicht und die Presse zensiert. (Siehe auch Blogeintrag von 22. Dezember 2010)

Die Rhetorik von Viktor Orbán und Adrian Amstutz ähneln sich sehr: direkt und rücksichtslos. Fidesz und SVP sehen sich als Retter der nationalen Identität, alles unungarische resp. unschweizerische wird verachtet (wenn es nicht dem eigenen Geldsäckel nützt). Gnade uns Gott, wenn einmal die SVP wirklich das sagen hat.

Wollen wir uns tatsächlich von einer SVP diktieren lassen, was schweizerisch ist und was nicht? Zu sehr tanzt die ganze Parteienlandschaft nach der Pfeife der SVP, es wird nur noch reagiert statt agiert. Dabei kann die SVP nur eines gut: verhindern. Und wir hätten einige Probleme zu lösen, die ein "Muni im Chriishuufe" nicht bewältigen kann.

Der SP haben wir historisch viel zu verdanken: die AHV, das Arbeitsrecht, überhaupt die Stabilität in den sozialen Schichten in den letzten Jahrzehnten. Sie hat sich immer für die kleinen und schwachen Leute eingesetzt. Zusammen mit den liberalen Parteien hat die SP die Schweiz zu dem gemacht, was sie heute ist. In den letzten Jahren, mit schwindendem Einfluss der SP geht die Lohnschere deutlich auf; während ein paar wenige richtig unanständig absahnen, gibt es Familien, die mit einem Lohn schlicht nicht durchkommen. Leider schwimmt die SP in letzter Zeit an Ort, weil sie es nicht schafft, Meinung zu machen. Das ist ihr grosses Marketing-Problem.

Ich bin von ganzem Herzen Schweizer, ich mag Land und Leute, ich stehe zu unserer Geschichte, ohne diese zu mystifizieren, und trage dabei je eine rote und eine grüne Socke, je länger, desto mehr. Die rote, weil alle zu gleichen Teilen zu unserer Gesellschaft gehören; die grüne, weil wir dabei sind, unsere Welt zu verheizen.

Vorschlag: mache auf http://www.smartvote.ch den Test, ob Ursula Wyss oder Adrian Amstutz dir näher ist. Überlege dir gut, wer auf längere Sicht tatsächlich liberaler ist. Und hey: die Abstimmung ist anonym, du musst keinem sagen, was du tatsächlich eingelegt hast.

Noch viel wichtiger: auch wenn es nur ein Bestandteil des Ganzen ist: deine Stimme zählt! Nicht zur Wahl zu gehen ist dasselbe, wie wenn du gegen deine Meinung einlegen würdest, denn das tut ein anderer für dich. 

Der Bund: «Die Person Amstutz ist das Problem»: Auch BDP verzichtet auf Empfehlung


iPhone nano. Das ändert alles. Wieder einmal.

Sonntag, 13. Februar 2011

Abstimmungssonntag 13. Februar 2011

Ich hasse es, nach Abstimmungen als Verlierer dazustehen. Da kommen einem tatsächlich Gedanken, ob man wohl am falschen Ort lebe. Aber nein! Es geht nicht, dass wir unser schönes Land den Rechten überlassen! Dann würde man mittel- und langfristig tatsächlich Waffen daheim brauchen und einen Zaun um die Grenze vorfinden.

Eine kurze Einschätzung zu den Resultaten: 

Waffeninitiative
Die wurde deutlich abgelehnt, das schleckt keine Geiss weg. Back to Business as usual? Mitnichten! Immerhin sind rund 43% der Schweizerinnen und Schweizer nicht einverstanden mit der Waffe im Kleiderschrank. Ich erwarte von der Armee, dass sie sich Gedanken macht. Es wird ja mehr oder weniger offen zugegeben, dass die Waffe daheim militärisch keinen Sinn macht. Früher ist man aus Tradition mit Stehkragen und Filz ins Feld gezogen, man hat aber pragmatisch dazugelernt.

KKW Mühleberg II
Die Vorlage nennt sich "Grossratsbeschluss betreffend Stellungnahme des Kantons Bern zum Rahmenbewilligungsgesuch für den Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg". Es ist ein Stimmungsbarometer zum Thema Kernenergie, hat aber wenig Einfluss, ob denn überhaupt ein neues KKW gebaut wird.
Den Gegnern hat es an Ideen zu Alternativen gefehlt. Wenn der Befürworter Christian Wasserfallen (FDP) als einzige Alternative ein "Staumauer bei Thun von 320m Höhe" kennt (was ich nicht nachprüfen kann, aber doch stark anzweifle), dann haben echte brauchbare Alternativen gefehlt resp. sind schlichtwegs zu spät gekommen. http://www.megasol.ch oder http://www.solarzukunft.ch
Das Resultat von 51.2% Ja ist alles andere als glänzend. Wenn in 2 Jahren brauchbare potentielle Varianten bekannt sind, wenn sich rumspricht, dass sowieso zuviel Bandenergie erzeugt wird und die Staukraftwerke nur angeworfen werden, wenn der Strom am teuersten ist (also reine Geldmaschinen für die Konzerne sind), liegen gesamtschweizerisch 2% mehr Nein-Stimmen drin.
Man darf eines nicht vergessen: Kanton Nidwalden hat einmal mehr das Lager am Wellenberg verworfen. Die Erkenntnis, dass man für seine Abfälle selbst verantwortlich, nimmt in der Gesellschaft ohnehin zu. Ich bin zuversichtlich.

Adrian Amstutz
Hat noch nicht gewonnen! Ich hoffe, dass Christa Markwalder als Europa-Politikerin Ursula Wyss empfiehlt und so den isolationistischen Scheiss aus dem Bundehaus raushält.
Im Wahlkampf von Amstutz stellt sich mir eine Frage, die ich bewusst nicht vor heute gestellt habe: am Strassenrand ist man seiner Fresse überall und wild begegnet (entschuldigt den wüsten Ausdruck, nach gefühlten 30'000 Plakaten stehe ich zu diesem Begriff). Soviel ich weiss, ist solche wilde Werbung explizit nicht erlaubt. Hat sich die SVP eine Ausnahme erkauft?

Motorfahrzeugsteuern
Die Berner haben sich entschieden, generell einen Drittel weniger Motorfahrzeugsteuern zu bezahlen. Angesichts dem hohen Niveau im Kanton ist das nicht tragisch. Es ist schade, dass es nicht der Vorschlag des Parlaments geschafft hat, das die Steuern in erster Linie für umweltfreundliche Fahrzeuge senken wollte. Dies wird ein Loch in die Staatskasse geben, das irgendwie über andere Steuern oder reduzierte Leistungen gedeckt werden muss.

Finanzielles
Bei Waffeninitiative, beim AKW Mühleberg und auch beim Ständerat hat sich anhand der Werbepräsenz wieder einmal deutlich gezeigt, wo das Geld sitzt. Das kann Toni Brunner noch lange müssig finden. Darum muss zwingend die Parteienfinanzierung offen gelegt werden. Klar hat gerade die SVP keine Freude daran, denn einige Firmen dürften ihre grosszügigen Spenden einstellen, wenn bekannt wir, dass sie mit den Schmuddelkindern spielen.

Freitag, 4. Februar 2011

Ägyptische Christen schützen betende Muslime

Bild von @NevineZaki

Es ist 2. Februar in Kairo. Für die Muslime der Demonstranten ist Gebetszeit, doch rundherum wüten die Gegner. Damit diese das Gebet einigermassen in Ruhe verrichten können, stellen sich Christen schützend um sie. (Nevine bezeugt, dass es Christen waren)


Das Bild hat in meinen Augen eine gewaltige Symbolkraft. Es spielt absolut keine Rolle, wer jetzt wen schützt. Wichtig ist, dass sich die Leute auf ihre Gemeinsamkeiten besinnen und zusammen für eine Sache einstehen.
Islam und Christentum haben wesentlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Allah und Gott sind dieselben Personen. Die Geschichte der Entstehung des Universums und des Lebens aus religiöser Sicht stimmt überein.
Statt auf die anderen zu zeigen, weil sie halt ihr Gesicht verhüllen müssen oder im Gegenteil allzu freizügig über die Strasse spazieren, sollten wir uns auf Gemeinsamkeiten besinnen.

Der Teufel reibt sich die Hände, wenn wir Brüder uns streiten.

Schwarz wie Milch: Manipulation in den Medien

Was geht in deiner Gedankenwelt vor? Sind es die Geschehnisse in Ägypten oder eine Theorie von Barney Stinson? Wie bildest du dir deine Meinung? 



Danke an René für den Tipp.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Seit dem 16. Juni 1995 veröffentlicht die NASA täglich ein astronomisches Bild, das "Astronomy Picture of the Day" oder kurz APOD. Das sind dann Darstellungen vom Weltraum, von Ereignissen auf Mars oder Saturn oder von einem Raumfahrzeug. Manchmal sind es Bilder von irdischen Landschaften, in die irgendwelche Ereignisse am Himmel eingebunden sind. So wie gestern: "Moon and Venus Over Switzerland" (Mond und Venus über der Schweiz), aufgenommen bei Trübbach.