Samstag, 26. März 2011

Mein vierzigster Geburtstag

Liebe Freunde

Ich werde 40 Jahre alt! Gerne möchte ich das mit  Familie und Freunden feiern.
Reserviert euch bitte den 10. April 2011 ab 11.00h
Das Fest findet in der Giebelegghütte Riggisberg statt.

Anmeldung an http://krz.ch/aendu40 oder  078 713 31 01
Wer mit ÖV/Bus kommen will, wird gerne bei der Post abgeholt.

Für mich persönlich wichtig:  ich will und brauche keine Geschenke!
Investiert dafür etwas in die Glückskette oder andere Hilfswerke!
http://www.glueckskette.ch

I fröje mi!
Andreas / Aendu

Als PDF laden

Sonntag, 20. März 2011

Der persönliche Ausstieg aus der Atomenergie

Bild: http://www.greenpeace.de
Wir haben es getan! Aus unseren Steckdosen kommt kein Atomstrom mehr. Wir beziehen ab sofort zu 80% Strom aus nachhaltiger Wasserkraft, 5% Sonnenenergie und 15% Windenergie und Biomasse.

Die Elektrizitätsversorgung Riggisberg in Partnerschaft mit der 1to1 energy bietet verschiedene Arten von Ökostrom an, für den jeweils ein Aufpreis bezahlt wird, das sind zwischen 3.5 Rp/kWh für Wasserkraft bis 80 Rp/kWh für Solarstrom. Unser Mix 1to1 energy combi star kosten 8.8Rp/kWh extra. Andere Anbieter haben andere Modelle, ich habe es bisher nicht geschafft, etwas zu vergleichen.

Natürlich bleibt es faktisch derselbe Strom. Mit unserer Bestellung machen wir nichts anderes als den Elektrizitätswerken den Auftrag zu geben, die bestellten Menge Strom herzustellen und ins Netz zu speisen. Unser Strom ist dabei mit dem Label Naturemade! Star versehen, das ist eine Zertifizierungsstelle, die überwacht, wo welcher Strom bei welchen Bedingungen hergestellt wird. Bei Strom aus Wasserkraft bedeutet dies zum Beispiel, dass die Fische am Kraftwerk vorbei flussaufwärts wandern können. Es gehört natürlich ein gewisses Vertrauen in Label und Elektrizitätswerk, aber das ist meiner Meinung nach dasselbe wie beim Einkauf von Bioprodukten oder dem Versprechen, dass in Ramseier Apfelsaft nur Schweizer Äpfel sind.

Was kostet uns der Spass? Im Jahr 2010 haben wir 3'900 kWh verbraucht, zum Gesamtpreis von Fr. 980.--. Mit dem neuen Strommix beim selben Verbrauch werden wir 2011 Fr. 1'400 bezahlen. Das leisten wir uns, wobei wir natürlich angehalten sind, hier und da ein paar kWh zu sparen. Nicht ganz ohne stolz darf ich sagen, dass unser Verbrauch von 2009 auf 2010 um ein Drittel gesunken ist, vor allem, weil wir keine Glühlampen mehr im Haus haben. Das heisst, der Strom kostet uns nicht mehr als noch 2009.

Ein kleines Goodie gönne ich mir: ich mache meine Arbeitsweg (und weiter Fahrten) mit einem Elektrofahrrad Marke Flyer, das natürlich Strom braucht. Für die geschätzten 50 kWh/Jahr kaufe ich reinen Solarstrom ein und fahre nun ein Solarvelo. (Vielleicht finde ich eine Aufkleber dafür....)

Ah ja, darum der Blogeintrag: wie kannst du auf Ökostrom wechseln? Möglicherweise liegt deiner Stromrechnung eine Anmeldekarte dabei. Oder gehe auf die Homepage deines Stromversorgers resp. deiner Wohngemeinde, dort sind Informationen zu Elektrizität und Wasser hinterlegt. Eine weitere Möglichkeit ist der Bezug bei http://www.oekostromschweiz.ch ohne direktes Signal an den eigenen Stromversorger.


Freitag, 18. März 2011

Solarkraftwerke statt Kernkraftwerke

Nach den Unfällen von Fukushima dürfte das Thema neue Kernkraftwerk ein der Schweiz so gut wie gegessen sein. Niemand setzt sich gern dem Restrisiko einer Havarie aus, der einzige Grund, noch an der Idee Kernkraft festzuhalten, ist die Angst vor Stromengpässen.

Meine Position
Egal wie unwahrscheinlich ein atomarer Unfall ist, ich bin nicht bereit, das Restrisiko zu tragen! Vom ungelösten Problem der radioaktiven Abfälle, mit denen wir tausenden von Generationen eine Hypothek hinterlassen, fange ich gar nicht erst an.
Energiesparen ist wichtig und muss mit allen Mitteln vorangetrieben werden. Ebenso werden wir in mittlerer Zukunft Elektrofahrzeuge haben, die Energie benötigen, da fossile Brennstoffe auf lange Sicht ebenso keine Zukunft haben.
Die alten Kernkraftwerke sollen gemäss vorgesehenem Zeitplan ersetzt werden, aber statt mit neuen KKW mit erneuerbaren Energien.
Ich habe die Idee dezentraler Solarkraftwerke aufgenommen und versucht, diese in einen einfachen Zusammenhang mit der Gesamtenergieversorgung zu bringen. Es ist nicht mit Experten abgesprochen und hat vermutlich Fehler drin, zeigt aber im Prinzip auf, dass es funktioniert.

Die Idee
Im Zuge der Mühlebergabstimmung Februar 2011 hat die Megasol gezeigt, wie ein dezentrales Solarkraftwerk aussehen könnte. http://solarzukunft.ch
Das funktioniert so: Hausbesitzer stellen ihre Hausdächer zur Verfügung, auf welchen der Energiedienstleister Solarzellen installiert. Mindestens im Kanton Bern bedarf dies kaum einer Baubewilligung. Man spricht von ca. 1.7% der der bebauten Flächen der Schweiz, um ein Kernkraftwerk zu ersetzen.

Nacht, Schlechtwetter, Winter
Nachts scheint die Sonne nicht. Speicherkraftwerke (z.B. Grimsel) gleichen bereits heute die Schwankungen des Strombedarfs aus, wie es einerseits über die Tageszeiten (mittags viel, nachts wenig) wie auch über die Jahreszeiten (Winter viel, Sommer weniger) geschieht.
Die Grafiken nebenan verdeutlichen, wie die Stromverteilung an einem durchschnittlichen Tag heutzutage aussieht und in Zukunft aussehen kann. Die Verteilung über Schlechtwetterperioden oder über die Jahreszeiten wird ähnlich gehandhabt, Puffer sind die Speicherkraftwerke.

Herstellung und Entsorgung
Solarpanele bestehen aus Siliziumzellen in einem Gehäuse aus Metall und Glas und enthalten wenige Elektronikbauteile.
Die Herstellung der Siliziumzellen ist nicht ganz unproblematisch, weil dafür einige hochgiftige Stoffe verwendet werden. Dies geschieht industriell und kann somit einigermassen; da sind sicher Verbesserungen und Entwicklung möglich und nötig. Das Rohmaterial Silizium gibt es praktisch überall in jedem Stein und Sandkorn.
Die Entsorgung alter Panele ist wenig problematisch: gerade Glas und Metall kann gut recyclet werden; Silizium ist ein inerter Stoff, der entweder recyclet oder problemlos deponiert werden kann.
Nebst den klassischen Siliziumzellen wir die Entwicklung weitergehen; man spricht von Solarziegeln oder von fotovoltaischer Farbe, die aufgestrichen werden kann. Wer weiss, was uns die Zukunft noch bringt?

Umsetzung
Natürlich braucht es für diesen Plan Mittel. Mühleberg II mit Rückbau würde gut 13 Mia. Franken kosten, dies wäre der Betrag für das Solarkraftwerk. Nicht zu vergessen, dass der grösste Teil des Projekts aus Planung und Montage besteht, maximal die Produktion der Solarpanels wird importiert. Man kann von etwa 5'000 Arbeitsplätzen vor allem im lokalen Gewerbe ausgehen, bis etwa 2025 die Anlagen stehen. Es würde ein neuer Industriezweig entstehen.

Fazit
Das Allerwichtigste ist der Wille zur Umsetzung. Können wir das Geplänkel rot-grün gegen bürgerlich-rechts nicht einfach vergessen und vorwärts machen? Innovation kann relativ leicht kaputt diskutiert werden. Aber wenn sich die Industrie reinkniet, wird sie das Projekt noch massiv verbessern können und auch daran verdienen, da bin ich mir sicher.
Solarenergie kostet heute je nach Anbieter etwa 50-80 Rp/kWh, vor allem aus dem Grund, weil sie nur in homöopathischen Dosen, also hier mal ein Dach und da noch eines, angewendet wird, aber kaum im grossen Stil. Megasol spricht von Produktionskosten von 11 Rp/kWh!


Sonntag, 13. März 2011

My WorldVision

Worldvision scheint zu riechen, wie man den Paten eine Freude machen kann. Ob sie das Kiva abgeguckt haben?

Zur Geburt unsere Kinder haben wir jeweils eine Worldvision-Patenschaft übernommen. Unsere Kinder können hierzulande so sorglos aufwachsen, da ist es nichts als recht, wenn wir etwas abgeben und einem weiteren Kind ein geregeltes Leben ermöglichen. Jetzt haben wir drei Patenkinder in Nepal, Mozambik und Peru. Die 3 mal 50 Franken pro Monat tun uns nicht weh.

Vor wenigen Tagen kam Post von Worldvision mit den Logindaten zu MyWorldVision. Per Web oder iOS-App haben wir ein paar wenige Daten unsere Patenkinder dabei, wie das Foto im Portemonnaie quasi. Zusätzlich werden Informationen zu den Entwicklungsprojekten und aus dem Land angeboten, man hat eine Übersicht über die Zahlungen und kann sich mit WorldVision via eines IM/Chat in Verbindung setzen. Gute Sache!

Bisher kann man sich mit den Patenkindern und ihren Familien nur via kontrollierter Snailmail austauschen. Vielleicht passiert da noch etwas. Ich kenne natürlich die Schwierigkeiten und Gefahren, aber eine Verkürzung der Kommunikationswege wäre zu wünschen.

Liebe Grüsse an Shanta, Joana und Gimena